Alle Beiträge von Dr. Andreas Bischof

Pharmafirma Apple?

Quelle: istockphoto.com/nadla

Im März 2019 schaltete Apple die EKG-Funktion der Apple-Watch frei, basierend auf den Daten einer großen Studie. Nun legt der Konzern nach.

Von Dr. Andreas Bischof

Seit Donnerstag letzter Woche können Apples US-Kunden die neue Research-App aus dem App-Store herunterladen. Diese App ermöglicht die Teilnahme an 3 mehrjährigen Studien, die in Zusammenarbeit mit der Harvard T.H. Chan School of Public Health bzw. mit dem NIH‘s National Institute of Environmental Health Sciences durchgeführt werden.

Die Apple Hearing Study untersucht Veränderungen des Hörvermögens durch Umgebungsgeräusche und Kopfhörernutzung über die Zeit mittels der Noise-App auf Apple Watch und iphone. Darüber hinaus evaluiert die Studie, wie sich langfristige Geräuschexposition auf das Stressniveau und die kardiovaskuläre Gesundheit der Probanden auswirkt.

Die Apple Women’s Health Study zielt dagegen auf den Zusammenhang zwischen Menstruationszyklen und Erkrankungen wie beispielsweise polyzystisches Ovar, Unfruchtbarkeit oder Osteoporose.

Die Apple Heart and Movement Study wiederum studiert, inwiefern körperliche Aktivität sowohl mit dem aktuellen als auch mit dem künftigen – vor allem kardiovaskulären – Gesundheitszustand der Probanden korreliert.

Mutiert Apple nun zur Pharma-Firma? Sicher nicht. Apple nutzt hier lediglich die sehr weite Verbreitung seiner Produkte iphone und Apple Watch, um Daten zu sammeln, damit diese von den vorgenannten Kooperationspartnern medizinstatistisch ausgewertet werden können.

Die Besonderheit dieser Studien liegt vor allem in der sehr großen Anzahl an Probanden, die auf diese Weise in ihrem Alltag beobachtet werden können. In der eingangs erwähnten EKG-Studie hat Apple Daten von sage und schreibe 419.000 Probanden gesammelt, einer überaus große Anzahl von Studienteilnehmern, die bei einer konventionell durchgeführten Studie die finanziellen und organisatorischen Ressourcen selbst der größten Gesundheitsunternehmen bei weitem überstiegen hätte.

So liegt der Charme der Apple-Studien gerade darin, mittels der Apple-Produkte sehr große und heterogene Probandenpopulationen beobachten zu können und basierend auf den so gesammelten Datenmengen auch seltenere Zusammenhänge zwischen dem Verhalten der Probanden einerseits und dem Gesundheitszustand dieser Probanden andererseits identifizieren zu können. Ein Anwendungsbeispiel von Big Data in der Medizin.

Halluzinationen statt Depressionen?

Quelle: istockphoto.com/Kevin Well

Das Halluzinogen Psilocybin ist vermutlich nur den experimentierfreudigeren Charakteren unter den Lesern vertraut. Dies könnte sich künftig ändern, denn zwei namhafte medizinische Institutionen haben begonnen, sich ernsthaft mit Psilocybin zu befassen.

Von Dr. Andreas Bischof

Als erstes hat das Imperial College in London im April dieses Jahres mit ca. GBP 3 Mio. an privaten Spenden ein Zentrum zur Erforschung etwaiger medizinischer Verwendungsmöglichkeiten von Halluzinogenen eingerichtet. Gefolgt ist 5 Monate später im September die School of Medicine der John Hopkins University, Baltimore, die mit USD 17 Mio. an Spenden von vermögenden Privatpersonen und der Steven & Alexandra Cohen-Stiftung das „Center for Psychedelic and Consciousness Research“ gegründet hat.

Halluzinogene haben – auch aufgrund ihrer Gefahren – in der medizinischen Forschung bisher eher ein Nischendasein gefristet. Möglicherweise zu Unrecht, denn es existieren durchaus erste Hinweise, die es rechtfertigen, die Möglichkeit der medizinischen Verwendung von Halluzinogenen gründlicher zu erforschen.

Eines dieser Halluzinogene, Psilocybin, findet sich beispielsweise im Spitzkegeligen Kahlkopf (Psilocybe semilanceata), einem Pilz, der in Wiesen Mitteleuropas relativ häufig vorkommt (siehe Foto).

Von Nutzen sein könnten Halluzinogen beispielsweise in der Therapie schwerer, behandlungsresistenter, chronischer Depressionen oder posttraumatischer Belastungsstörungen sein. Eventuell eignet sich Psilocybin darüber hinaus skurrilerweise ausgerechnet für die Behandlung von Süchten und Abhängigkeiten, z.B. von Opiaten, die alleine in den USA in den letzten zwei Jahrzehnten 400.000 Todesopfer gefordert haben.

Bei Nikotinabhängigkeit konnte in ersten, kleinen Studien gezeigt werden, dass die Abstinenzquote bei der Verwendung von Psilocybin auf 50% anstieg, gegenüber einer Quote von ca. 32% bei der Verwendung von Nikotinpflastern.

Einer der Vorteile Psilocybins, den diese und andere Studien zu Tage gefördert haben, liegt darin, dass Psilocybin immer zu wirken scheint, also unabhängig davon, von welcher Substanz die Probanden abhängig sind – im Gegensatz zu anderen Substanzen, die zur Suchtentwöhnung eingesetzt werden.

Ganz gleich, wie die eventuelle, medizinische Nutzbarmachung von Halluzinogenen künftig aussehen könnte: Wichtig ist, dass die entsprechende Forschung derzeit noch in den Kinderschuhen steckt und noch viele Jahre benötigen wird, um anwendbare Resultate zu produzieren – wenn überhaupt.

Dennoch handelt es ich dabei um ein hochspannendes, größtenteils noch unbearbeitetes Gebiet, das sicherlich faszinierende Einsichten in die Funktionsweisen des Gehirns und des Bewusstseins generieren wird. Von daher lohnt es sich, dieses Thema in jedem Fall weiter zu beobachten.

Oder, in Abwandlung des berühmten Zitats des Psychologen und Hippie-Gurus Timothy Leary, der in den sechziger und siebziger Jahren den freien Zugang zu bewusstseinsverändernden Drogen forderte: Turn on, tune in, but don’t drop out!

nova Steady HealthCare erhält Bestnoten von Morningstar und Finanzen Verlag

München, 16. Mai 2019 – Die auf den Gesundheitssektor spezialisierte Fondsboutique und Investmentberatung nova funds GmbH (nova) gab heute bekannt, dass der Mehrwert, den der Gesundheitsaktienfonds nova Steady HealthCare (nova SHC) für den Anleger schafft, sowohl von der internationalen Fondsrating-Agentur Morningstar als auch vom Finanzen-Verlag (Euro, Börse Online, TiAM, u.a.m.) mit Bestnoten bewertet wird.

Morningstar beurteilte nova SHCs I-Tranche (WKN: A1145H) anlässlich ihres dreijährigen Bestehens im April 2019 erstmalig und vergab die Bestnote von 5 Sternen. Die nun im fünften Jahr bestehende P-Tranche des Fonds wird bereits seit Mai 2018 von Morningstar mit 4 bis 5 Sternen bewertet.

Der Finanzen-Verlag analysierte nova SHCs P-Tranche (WKN: A1145J) zum ersten Mal und gab ihr die €uro-FONDSNOTE 1 (ausgezeichnet) und damit ebenfalls die bestmögliche Bewertung. Die €uro-FONDSNOTE berücksichtigt hierbei das Abschneiden des Fonds in den vergangenen vier Jahren sowie dessen Aussichten, die Leistungen in Zukunft zu wiederholen.

nova-Geschäftsführer und -Gründer Dr. Andreas Bischof kommentiert: „Wir sind stolz darauf, dass die beiden Fondstranchen bei ihrer Bewertung durch Morningstar und den Finanzen Verlag Bestnoten erhalten haben. Diese Auszeichnungen resultieren aus der konsequenten Umsetzung der besonderen und wohldurchdachten Anlagestrategie dieses Fonds. So erreicht der Fonds seit Auflage sein Anlageziel einer überdurchschnittlichen Rendite bei unterproportionalem Risiko.“

nova-Geschäftsführer Oliver Kämmerer fügt hinzu: „Erfahrene Anleger setzen gezielt auf den Mehrwert, den aktives Portfoliomanagement im Gesundheitssektor generiert. Seit Auflage der I-Tranche liegt die Überrendite gegenüber dem Sektorindex bei 6,5% pro Jahr. Zudem erzielte die Fondstranche mit einer absoluten Wertentwicklung von 12,3% p.a. ein hochattraktives Anlageergebnis (von ihrer Auflage am 20.04.2016 bis zum 30.04.2019). Wichtig ist außerdem, dass der Gesundheitssektor (MSCI¹ World Health Care) gegenüber dem Gesamtmarkt (MSCI¹ World-Index) in den letzten 25 Jahren eine Mehrrendite von ca. 3% pro Jahr erzielte, und dies bei einem Maximum Drawdown, der 33% besser war. Aktives Fondsmanagement kann diese Mehrrendite des Gesundheitssektors weiter steigern, wie nova SHC zeigt.“

Vergleichsindex = MSCI¹ World Health Care EUR PI

Weitere Informationen und tagesaktuelle Factsheets zum Fonds nova Steady HealthCare finden sich auf www.novafunds.biz/fonds.

Über nova funds
Die nova funds GmbH mit Sitz in München ist eine bankenunabhängige Fondsinitiatorin und -beratung mit exklusivem Fokus auf den globalen Gesundheitssektor. nova funds konzipiert, initiiert und berät neuartige, originelle und mehrwertgenerierende Finanzprodukte. Das Akronym „nova“ (new original value-added) reflektiert diese Ambition. Darüber hinaus berät nova funds professionelle Anleger hinsichtlich ihrer Investmentstrategie im Gesundheitssektor.

Die beiden Geschäftsführer Dr. Andreas Bischof und Oliver Kämmerer, zwei Experten mit jeweils mehr als 20 Jahren komplementärer Erfahrung mit Gesundheitsaktien auf Buy- und Sell-Side, führen das Unternehmen. Der Molekularbiologe Dr. Bischof, zuletzt bei Allianz Global Investors tätig als Investment Manager für eines der weltgrößten Aktienportfolios im Gesundheitsbereich, erzielte dort mit einer risikoaversen Investmentstrategie über Jahre hinweg sehr attraktive Überrenditen, sowohl gegenüber dem Sektorindex als auch gegenüber dem breiten Marktindex. Der Ökonom Oliver Kämmerer leitete zuletzt die europäische Aktienanalyse und die Sektoranalyse Healthcare bei der West LB. In diesen Funktionen war er unter anderem auch für die Alpha-Generierung der Aktienempfehlungen verantwortlich.

Kontakt
Dr. Andreas Bischof
Oliver Kämmerer
T +49-89-228435910
info@novafunds.biz
www.novafunds.biz

Wichtiger Hinweis:
Dies ist eine Werbeunterlage und dient ausschließlich Informationszwecken. Sie stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen dar. Alleinige Grundlage für den Anteilerwerb sind die Verkaufsunterlagen zum Sondervermögen (Wesentliche Anlegerinformationen, Verkaufsprospekt, Jahres- und Halbjahresberichte). Die Verkaufsunterlagen sind kostenlos bei Ihrem Berater / Vermittler, der zuständigen Verwahrstelle (Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG, Neuer Jungfernstieg 20, 20354 Hamburg, Telefon +49-40-350-60-0), der Kapitalverwaltungsgesellschaft (Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Theodor-Heuss-Allee 70, 60486 Frankfurt am Main, Tel. +49-69-71043-0) sowie im Internet unter www.universal-investment.de und unter www.novafunds.biz erhältlich. Für die Richtigkeit der hier angegebenen Informationen übernehmen weder die nova funds GmbH noch die Universal-Investment Gesellschaft mbH eine Gewähr. Änderungen vorbehalten.

¹ MSCI ist ein eingetragenes Warenzeichen der MSCI Inc.

Download der Pressemitteilung als pdf

88.000.000.000

Quelle: iStockphoto.com / gerenme

88 Milliarden US-Dollar. So viel Geld liehen sich Amerikaner im letzten Jahr, um ihre Arztrechnungen zu bezahlen, hat kürzlich eine Umfrage ergeben.

Von Dr. Andreas Bischof

Hier präsentieren wir kurz fünf Ergebnisse einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Gallup und die non-profit-Organisation West Health im Jahr 2019 unter 3.500 zufällig ausgewählten Amerikanern durchgeführt hat.

USD 2.236 pro Kopf mussten sich im letzten Jahr ca. 39,4 Mio. Amerikaner, also ca. 12% der amerikanischen Bevölkerung, leihen, um ihre Arztrechnungen und ähnliches zu begleichen.

Angst Ca. 50% der Amerikaner fürchten, dass sie in einer medizinischen Notsituation in die Privatinsolvenz geraten könnten. Diese Angst teilt selbst ein Drittel der US Haushalte mit einem Jahreseinkommen von über USD 180.000.

Dann lieber nicht erst gar nicht zum Arzt gehen So unterlässt einer von vier Amerikanern aus Kostengründen notwendige Behandlungen lieber gleich komplett.

Das amerikanische Gesundheitssystem gehört zu den besten der Welt, das denken zumindest 67% der Wähler der Republikanischen Partei, jedoch nur 38% der Wähler der Demokraten.

Volksvertreter sind unfähig, die steigenden Gesundheitsausgaben in den Griff zu bekommen, denken 70% der Teilnehmer dieser Umfrage relativ unabhängig davon, zu welcher Partei sie neigen.

Die Gesundheitssysteme in Deutschland und anderen europäischen Ländern sind so schlecht nicht, wie die Ergebnisse dieser Umfrage in den USA verdeutlichen.